Rückblick


Verabschiedung

Liebe Glieder und Freunde der St. Mariengemeinde,

nun gehen die drei Jahre meiner Tätigkeit in der St. Mariengemeinde zu Ende. Wie schnell sind sie rückblickend vergangen! Man könnte versucht sein, Bilanz zu ziehen: Was habe ich erreicht? Was ist mir geglückt – und was nicht? Schwierig für einen so kurzen Zeitraum.

Ich bin dankbar für die – wenn auch kurze – gemeinsame Zeit, für all die Begegnungen und Gespräche. Die nächste Zeit wird einiges an Veränderungen bringen, die wir auch schon teilweise erlebt haben. Aber da bleibe ich für mich und für die Kirche gelassen. Gott hat seine Wege mit uns allen. Ihm können wir vertrauen.

Nun bin ich offiziell entpflichtet worden, bleibe aber den Gemeinden im Bezirk verbunden und Gemeindeglied in Zehlendorf. So werde ich in der nächsten Zeit auch noch öfters vertretungsweise bei Gottesdiensten oder anderen Gelegenheiten aushelfen, auch in weiteren Gemeinden im Kirchenbezirk.

Auf alle diese Begegnungen freue ich mich schon. Hier sei allen gedankt, die mir anlässlich der Entpflichtung gedankt und ihre Zuwendung gezeigt haben. Es war ein schönes Gemeindefest mit vielen Begegnungen.

Mit lieben Grüßen,
Euer/Ihr Pastor Christoph Schulze



Gemeindefahrt nach Weigersdorf

Vom 5. bis 7. Juni besuchten wir unsere Schwestergemeinde, die St. Trinitatisgemeinde in Weigersdorf in der Oberlausitz. Der Ort wird für Touristen im Internet als „Tor zur Natur“ angepriesen. Nach unserem fast dreitägigen Aufenthalt dort können wir dies uneingeschränkt bestätigen. Die herrliche Landschaft, die Ruhe und die wunderbare Luft haben uns Berlinern sehr gutgetan. Von der Weigersdorfer Gemeinde wurden wir herzlichst aufgenommen, versorgt und betreut. Fünf der 14 Teilnehmer übernachteten im Gemeindehaus, die anderen in einer nahegelegenen Pension sowie in einem Hotel. Nach unserer Ankunft am Freitagabend spazierten wir mit dem Ehepaar Rehr und einigen Gemeindegliedern über das riesige Gelände der Gemeinde, bekamen Informationen zur Baugeschichte von Pfarrhaus und ehemaliger Schule und besichtigten den hauseigenen Friedhof. Die bereits entstandenen Gespräche wurden beim fröhlichen gemeinsamen Abendessen im Gemeindehaus fortgeführt. Anschließend ging es für die auswärts Übernachtenden in ihre Unterkünfte. Wir fünf vor Ort machten uns noch zu einer abendlichen Wanderung auf und genossen die herrliche Umgebung im Sonnenuntergang. Die Begeisterung war so groß, dass wir uns für den nächsten Morgen gleich wieder verabredeten.

Bereits um 6.30 Uhr starteten wir zu einer Wanderung durch den Daubaner Forst. Zurück im Gemeindehaus wurden wir mit einem liebevoll gedeckten Frühstückstisch empfangen. Das Ehepaar Rehr begann den Tag frühstückend gemeinsam mit uns. Gegen 9 Uhr traf der Rest der Gruppe ein. Bevor es zum Ausflug losging, hielten wir noch eine Andacht. „Die güldne Sonne“, die wir dabei besangen, strahlte bereits vom Himmel und verwöhnte uns den ganzen Tag über.

Das Ehepaar Soldan nahm sich die Zeit, um den Tag mit uns zu verbringen und uns die Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung zu zeigen. Zunächst fuhren wir auf den 307 Meter hohen Monumentberg und bestiegen den dortigen Aussichtsturm. 130 Stufen führten uns 26 Meter in die Höhe. Von dort genossen wir den Rundumblick in die herrliche Umgebung, im Osten bis nach Polen und Tschechien. Nach der Turmbesteigung ging es nach Herrnhut in das Stammhaus der Sterneproduktion. Wohin das Auge sah, gab es zum einen die wunderschönen Sterne und Schwippbögen zu sehen und zum anderen viele, viele weitere Dekorationsartikel. Unser nächstes Ziel war der Gottesacker der Brüdergemeine in Herrnhut – ein wunderschöner, ruhiger Ort. Wir sahen u. a. das Grab von Nikolaus Graf von Zinzendorf, welcher viele Gesangbuchlieder geschrieben hat, die auch in unserem Gesangbuch stehen. So sangen wir die erste Strophe seines Liedes „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid“. Im Anschluss daran stärkten wir uns mit einem Mittagsimbiss und konnten nebenan in der Sternemanufaktur die Herstellung der Herrnhuter Sterne live beobachten.

Auf dem Fahrtweg nach Cunewalde entdeckten wir doch tatsächlich ein wegweisendes Schild mit dem Ortsnamen „Ninive“. In Cunewalde besichtigten wir die größte evangelische Dorfkirche Deutschlands mit drei Emporen und insgesamt 2.632 Sitzplätzen. Ein imposantes und schönes Gebäude, innen wie außen. Auf dem Weg zum Kaffeetrinken durchfuhren wir mehrere Ortschaften, in denen sogenannte Umgebindehäuser standen. Das sind für diese Gegend typische Bauwerke, die Blockbau-, Fachwerk- und Massivbauweise miteinander verbinden. In Obercunnersdorf kehrten wir dann in das wunderschöne und gemütliche „Café Brumme“ ein und ließen uns köstliche Kuchen und Torten aus hauseigener Produktion schmecken. Nach der Kaffeepause fuhren wir noch einmal zurück nach Herrnhut, um uns den Kirchsaal der Brüdergemeine anzusehen und etwas über deren Geschichte zu erfahren.

Mit vielen Tageseindrücken im Gepäck ging es zurück nach Weigersdorf. Dort wurden wir von der Gemeinde zum Grillabend eingeladen. Die Sonne schien immer noch herrlich vom Himmel und sorgte für einen hellen Ausklang dieses Tages bei köstlichem Essen, viel Lachen und guten Gesprächen. Zwischendurch wurden sowohl der Kickertisch im Gemeindehaus als auch der dortige Tischtennisraum ausprobiert und in Beschlag genommen. Am Sonntagmorgen machte sich die Gemeindehausgruppe vor dem Frühstück zu einem Spaziergang durch Weigersdorf auf, um dann gemeinsam mit Familie Rehr im Gemeindesaal zu frühstücken.

Pünktlich zu Gottesdienstbeginn riefen uns die läutenden Glocken hinüber ins Kirchgebäude. Auch der zweite Teil unserer Reisegruppe war inzwischen aus Pension und Hotel angekommen. Pfarrer Rehr predigte in der Beichtansprache davon, dass wir „die Fenster seien, durch die Gottes Licht in die Welt scheint“. So bringen wir den Menschen Gottes Herrlichkeit und Liebe näher. Und Pfarrer Büttner sprach in seiner Predigt davon, dass „Jesus Christus der Duft des Lebens sei; dass wir diesem Duft bereits folgen würden und sich die St. Trinitatisgemeinde und die St. Mariengemeinde gut riechen können, was sie bereits vor zwei Jahren in Lettland festgestellt hätten; und dies, weil wir denselben Glauben teilen und bekennen, gemeinsam beten, Gottes Wort hören, Liebe ausbreiten, unseren Glauben im Heiligen Abendmahl stärken und somit um Christi willen selig werden“. Er sprach auch davon, „dass der Duft des Lebens sich ausbreiten werde durch unsere und des Herrn offene Türen, damit alle Menschen mit uns selig werden“.

Im Anschluss an den Gottesdienst brachte uns Alfred R. die Geschichte der Gemeinde und ihrer Kirche auf anschauliche und sehr lebendige Weise näher. Dem folgte ein Kirchenkaffee im Freien und das gemeinsame Mittagessen mit den Weigersdorfer Gemeindegliedern im Gemeindesaal.

Nach dem Essen berichtete Pfarrer Büttner uns allen noch von der Lutherischen Kirchenmission und deren aktueller Arbeit in Deutschland und der Welt. Am Nachmittag ging es dann für uns Berliner wieder zurück nach Hause – Herz und Seele voll von so vielen schönen, lustigen, herzlichen, sonnigen, wunderbaren, köstlichen und segensreichen Eindrücken und Erlebnissen! Wir danken euch Weigersdorfern von Herzen für diese wunderschönen Tage, für all eure Liebe und Herzlichkeit, die gemeinsamen Gespräche und das viele Lachen, für die wunderbare kulinarische und räumliche Versorgung und die Zeit mit und unter euch! Wir freuen uns heute schon auf ein Wiedersehen!



Gemeindesommerfest in St. Marien mit Entpflichtung
unseres Pfarrers Christoph Schulze


Am 5. Juli 2026 fand unser Gemeindesommerfest statt. Zum Auftakt der bevorstehenden Ferien und als Abschluss des ersten Halbjahres kam die Gemeinde somit noch einmal in großer Zahl zusammen. Nach dem Festgottesdienst am Vormittag wurde im Garten und auf dem Hof gefeiert. Das Grillteam versorgte alle Anwesenden mit leckeren Würstchen und Fleisch. Dazu gab es allerlei Salate und kühle Getränke.

Der Posaunenchor brachte viele schöne und auch fetzige Stücke zu Gehör. Im Anschluss daran wurde von der Jugendfahrt nach Mazirbe in Lettland berichtet, verbunden mit vielen Fotoeindrücken und mit einer herzlichen, persönlichen Danksagung an die Gemeinde für die finanzielle Unterstützung dieser Reise. Inzwischen konnte man sich köstlichen Kuchen und Eis sowie frischen Kaffee schmecken lassen.

Als Nächstes fand eine Erlebnisversteigerung zugunsten unserer Orgelsanierung statt. Eine Whisky-Verkostung, ein Spieleabend, eine Begleitung zum abendlichen Jagdansitz, eine Privatführung durch das Kunsthaus Dahlem und diverse kulinarische Koch- und Ausflugsaktionen fanden ihre Abnehmer. Miteinander Zeit verbringen war bzw. ist dabei das Motto. Am Ende konnten 1.200 EUR für die Orgel gesammelt werden.

Für die Kinder gab es zwei verschieden große Hüpfburgen, die allen viel Spaß brachten und nonstop in Beschlag genommen wurden. Am Nachmittag sangen die Kinder unseres Kindergartens der Gemeinde zwei Lieder vor.

Ein weiteres Segenslied brachten sie im Abschlussgottesdienst zu Gehör. In diesem wurde Pfarrer Christoph Schulze von seinem aktiven Dienst als Pfarrer entpflichtet. Mit dem 31. Juli geht er in den Ruhestand. Superintendent Sebastian Anwand gab ihm in seiner Predigt Worte aus dem 1. Thessalonicherbrief mit auf den Weg: „Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.“ (1. Thess. 5,24). Als Pfarrer sei man von Gott berufen. Von Gott, der treu ist und einem in seinem Dienst beisteht und hilft, selbst treu zu bleiben. Dieser Gott möge ihn auch weiterhin auf seinem Weg begleiten, im Glauben erhalten und ihn ein Segen sein lassen.

Im Rahmen der Abkündigungen gab es noch persönliche Dankesworte von Pfarrer Büttner an Pfarrer Schulze und seine Frau, verbunden mit einem Geschenk der Gemeinde. Wir freuen uns, dass Pfarrer Schulze uns noch eine Weile als Gemeindeglied in St. Marien erhalten bleibt. Unser Projektchor schmückte den Gottesdienst musikalisch aus und entließ alle Gottesdienstbesucher mit dem Loblied „Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen“ in den frühen Abend.

Danach ging es ans gemeinsame Aufräumen und Abbauen. Viele helfende Hände waren im Vorfeld dieses Tages fleißig, und auch nun fanden sich wieder Helfer zusammen, um alles in seinen Ursprungszustand zu versetzen. Für alle, die rund um diesen Tag auf ganz vielerlei Weise mitgeholfen haben und geplantermaßen oder spontan beteiligt waren, danken wir von Herzen! Gott hat uns heute nicht nur mit seinem Wort und Sakrament gesegnet, sondern uns auch pünktlich zu Festbeginn Sonnenschein geschenkt und lässt uns immer wieder Gemeinschaft, Getragensein und Zusammenhalt erfahren.