Rückblick


Kindergarten: St. Martin gefeiert

Am 11. November wurde, wie in den letzten Jahren zuvor, an St. Martin gedacht. Dafür trafen wir uns um 16.00 Uhr in der Kirche. Die Bänke füllten sich schnell. Nachdem die Kindergartenkinder zur Einstimmung ein Lied gesungen hatten, eroberte Pastor Smith mit seiner „Minipredigt“ über den barmherzigen Samariter sofort alle Herzen der Kinder (und Erwachsenen), die dabei praktisch erfahren durften, wie schwierig es sein kann jemandem zu helfen bzw. „einen Esel zu beladen“.

Im Anschluss daran folgte ein kleines musikalisch untermaltes Anspiel der Kindergartenkinder bezüglich der St. Martinsgeschichte, das mit einem letzten Lied in einem Laternenumzug aller Kinder erst durch die Kirche und anschließend unter musikalischer Begleitung durch Herrn B. durch die Nachbarschaft mündete.

Abschließend trafen wir uns noch alle im Garten zu Kinderpunsch und „Martinsgebäck“, bis alle gegen 18.00 Uhr den Heimweg antraten.

Barbara Z.



Kirchenmusikforum in St. Marien: „Schütz mit Witz“…

… war das Thema für das Forum Kirchenmusik, das am 12. November in den Räumen der St. Mariengemeinde in Berlin-Zehlendorf tagte. Anlässlich des 350. Todestages von Heinrich Schütz (1585–1672), dem Komponisten bedeutender geistlicher Werke wie der Weihnachtshistorie, dreier Passionen, des Chorwerkes „Die 7 Worte Jesu Christi am Kreuz“, eines Osteroratoriums und zahlreicher anderer kleinerer und größerer Werke, referierte Bezirkskantor Georg Mogwitz eindrucksvoll und erhellend über das Leben, Werk und musikalische Charakteristika dieses gläubigen Christen.

Ein Charakteristikum der Kompositionen Schütz‘ ist, dass sie sich nicht so in Zweier-, Dreier- oder Vierertakten durchdirigieren und durchmusizieren lassen, wie wir es kennen und gewohnt sind. Vielmehr lässt sich Schütz leiten vom Text, den er vertont. Da die Betonungen eines Zweier-, Dreier- oder Vierertaktes nicht so mit dem Text übereinstimmen, wie Schütz es möchte, hat er entschieden, eben keine Takte und keine Taktstriche zu verwenden.

Diese „Taktlosigkeit“ von Heinrich Schütz kennen wir alle; und die hat Georg Mogwitz von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch musizieren lassen: „Aller Augen warten auf dich Herre“ (ELKG 726). Sie sangen in den vier Stimmen Sopran, Alt, Tenor und Bass und spielten Geige, Cello, Flöte, Trompete, Posaune und Klavier. Sie zeigten eindrucksvoll, dass der Text sich nicht an einen Zweier-, Dreier- oder Vierertakt binden lässt. Dafür, so referierte der Kantor, biete diese „Taktlosigkeit“ die nötige Freiheit und Flexibilität, um einem Text inhaltlich gerechter zu werden.

Georg Mogwitz hatte noch weitere Kompositionen zum gemeinsamen Musikzieren vorbereitet. Seine sich jeweils anschließende Frage und Anregung zu überlegen, mit welchem Takt sich die Interpretation dirigieren und musizieren ließe, fiel stets einhellig aus: „So, wie Schütz es gemacht hat, ist es schon richtig gut.“ Nach der Mittagspause tagten die Chorleiter; der musikalische Tag endete am späten Nachmittag.

Christiane P.



Pfarrkonvent der Propstei Jurmala (Lettland) im Gästehaus

Der Konvent der Propstei Jurmala der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands tagte vom 22. bis zum 26. Oktober im Gästehaus unserer Mariengemeinde unter der Leitung ihres Propstes Arnis Eltermann. Am 26. Oktober kam es zu einer Begegnung mit Pfarrern unseres Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg und unserem Superintendenten Roger Zieger. Neben Propst Eltermann als leitendem Geistlichen nahmen auch die Oberkirchenräte Arnis Buss und Gusevs Aivars in ihren Funktionen als Gemeindepfarrer in der Propstei Jurmala teil. Bereichert wurde die Begegnung durch den Jugendmissionar der Lutherischen Kirchenmission der SELK, Pastor Peter Kizunga. Es ergab sich ein reger Austausch über die Herausforderungen und Erfahrungen, in den jeweiligen kulturellen Kontexten das Evangelium in die Gesellschaften einzutragen.

Am Sonntag zuvor nahm der lettische Pfarrkonvent am Gottesdienst bei uns in St. Marien teil. Anschließend haben sich der Pfarrkonvent und die Gottesdienstgemeinde im Gästehaus zum Pizzaessen getroffen. Dort bestand Gelegenheit zum Kennenlernen und zu Fragen, die uns aktuell sowohl in Lettland als auch in Deutschland bewegen. Allen, die zum Gelingen dieser Tage beigetragen haben, sei von Herzen gedankt. Es ist stets bereichernd, sich mit Christen aus anderen Ländern auszutauschen im Wissen, gemeinsam unter einem Christus zu sein und denselben Glauben zu teilen.



Reformationsfest mit Pfarrer Christoph Schulze gefeiert

Am 31. Oktober feierten wir abends in St. Marien unseren Festgottesdienst zum Reformationsfest. Pfarrer Christoph Schulze hielt uns die Predigt und Pfarrer Markus Büttner wirkte als Liturg. Musikalisch wirkte neben Frau Dr. Barbara K. als Organistin unser Posaunenchor mit, erstmalig unter der Leitung von Stephan R., der im Herbst die Leitung von Herrn E. übernommen hat.

Nach dem Gottesdienst haben wir uns in unserem Gästehaus getroffen. Zunächst konnten wir uns stärken, um dann aus dem für uns nicht mehr ganz so neuen Gesangbuch zu singen. Pfarrer Büttner führte ins Gesangbuch ein und erläuterte den Aufbau. Immer wieder erklangen auch Reformationsfestlieder. Die Teilnehmer teilten ihre Erfahrungen mit dem neuen Gesangbuch. Besonders deutlich wurde die Kritik an der Melodieführung der neuen Introiten (Eingangspsalmen zu den jeweiligen Sonn- und Feiertagen), aber auch am Gewicht, das für Senioren teilweise zu schwer sein, und dem Druckbild, welches für sehschwache Menschen schwierig zu lesen sei.

Mit Gesprächen klang der Abend aus. Allen, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben, sei von Herzen gedankt.