Rückblick



Gemeindeversammlung im Februar
Am 2. Februar dieses Jahres trat die Gemeindeversammlung unserer St. Mariengemeinde nach dem Gottesdienst zum ersten Mal im laufenden Jahr 2020 zusammen. Auf der Tagesordnung stand nach der Begrüßung zunächst der Bericht von Pfarrer Markus Büttner. Geprägt war sein Bericht von großer Dankbarkeit für alles Engagement in unserer Mariengemeinde. So hat es im vergangenen Jahr an etlichen Stellen des Gemeindelebens Wechsel gegeben.
Viele Gelegenheiten für Feste hat es im vergangenen Jahr gegeben. Zu erwähnen sind neben dem 60-jährigen Ordinationsjubiläum von Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. der Herbstmarkt und Allerlei zum Advent. Auch konnten wir immer wieder Gäste nicht nur zu diesen, sondern auch zu anderen Gelegenheit begrüßen, wie den Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettland, Janis Vanags, oder Bischof Einars Alpe mit seinen Pröpsten und deren Ehefrauen, gleichfalls von der lettischen lutherischen Kirche, im Dezember letzten Jahres.Pfarrer Büttner wies in seinem Rückblick auf die nunmehr abgeschlossenen Baumaßnahmen in unserem kirchlichen Gästehaus hin und dankte sowohl Ehepaar F. für die Betreuung des Gästehauses und des Grundstückes als auch der Familie-Fricke-Stiftung, welche die Sanierung finanziell unterstützt hat. Der Betonbalken in unserer Marienkirche soll durch ein Relief aufgewertet werden. Pfarrer Büttner berichtete, dass Herr Lucker Bischof Schöne und ihm verschiedene Entwürfe während eines Atelierbesuchs präsentiert hat. Herr Lucker beabsichtigt dieses Projekt am Ende dieses Jahres abschließen zu wollen.
Ausgesprochen dankbar zeigte sich Pfarrer Büttner für das Gemeindewachstum im letzten Jahr. Waren es 2018 649 Glieder so sind es mit Stichtag 31.12.2019 662 Glieder, bei 4 Sterbefällen, 2 Austritten und 3 Überweisungen an andere Gemeinden unserer Kirche. Werden die Abgänge herausgerechnet, so sind 24 neue Gemeindeglieder dazugekommen. Auch dies wiederum ein Grund dankbar zu sein. Unsere Mariengemeinde ist somit die sechstgrößte Gemeinde in der Gesamtkirche und die zweitgrößte in unserem Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg. Auch die Zahl der Gottesdienstbesucher ist von durchschnittlich 83,3 Besucher an Sonntagsgottesdiensten durchschnittlich auf 90,9 Gottesdienstteilnehmer gestiegen. In diesem Zusammenhang stellte Pfarrer Büttner die Idee 50/50 vor: Eine volle Pfarrstelle mit zwei Arbeitsbereichen zu je 50% sowohl für den Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg als auch für die Mariengemeinde. In der sich anschließenden Aussprache wurde verabredet, eine solch gewichtige Entscheidung auf die Gemeindeversammlung am 1. März zu vertagen.
Im Anschluss an den Bericht des Pfarrers und der dazu gehörigen Aussprache erfolgten die Wahlen in den Kirchenvorstand in geheimer Abstimmung. Zur Wiederwahl stellten sich Frau Tatiana L. und Herr Günter T. Beide wurden wiedergewählt.
Geändert wurde unsere Gemeindeordnung. Die Pfarrbezirke Steglitz und Zehlendorf bilden seit April 2019 jeweils einen eigenen Pfarrbezirk. Die Gemeindeversammlung nimmt einstimmig nachstehenden Antrag des Kirchenvorstandes an: Die Gemeindeversammlung der Evangelisch-Lutherischen Mariengemeinde möge beschließen, dass § 2,1, Satz 2, wie folgt neu gefasst wird: „Die Gemeinde bildet einen eigenständigen Pfarrbezirk im Kirchenbezirk Berlin-Brandenburg der SELK.
Abschließend wurde unter Verschiedenes auf Anregung eines Gemeindegliedes über das Thema ‚Verfolgte Christen‘ debattiert. Es werden weltweit 2,7 Millionen Christen wegen ihres Glaubens laut Opendoors verfolgt. Dies werde jedoch in den Medien kaum beachtet. Diese Glaubensgeschwister brauchen unsere Fürbitte. Zur Information wird Material von Opendoors ausgelegt werden. Auch das Thema ‚Austeilungspraxis beim Heiligen Abendmahl‘ wurde diskutiert. In der Gemeinde wurde die Neuerung eingeführt, dass Gemeindeglieder, die nicht mehr alleine nach vorne oder den ganzen Gottesdienst durchhalten können, zuerst das Sakrament empfangen. Nach einer kontroversen Diskussion wird dieser Gesprächsgegenstand als separater Tagesordnungspunkt auf der nächsten Gemeindeversammlung am 1. Marz wieder aufgegriffen.


Kirchweihfest mit Pfarrer Dr. Weber: Lutherische Kirche in einer säkularen Welt
Am 9. Februar 2020 haben wir am Sonntag Septuagesimae unser Kirchweihfest gefeiert. Als Gastprediger und Referenten konnten wir Herrn Pfarrer Dr. Wilhelm Weber, Rektor der Alten Lateinschule in Wittenberg, gewinnen. Begonnen haben wir diesen Festtag mit einer Beichtandacht und einem Abendmahlsgottesdienst, in dem Pfarrer Dr. Weber die Predigt über Matthäus 20,1-16a hielt. Im Anschluss konnten wir uns am reich gedeckten Büfett mit vielen Köstlichkeiten stärken. Es war auch Zeit für viele gute Gespräche. Gegen 13.00 Uhr hielt Pfarrer Dr. Weber seinen Festvortrag mit dem Thema ‚Lutherische Kirche in einer säkularisierten Welt‘. Hierbei setzte er zunächst kirchengeschichtlich ein. Maßgebend für diese Thematik scheint ihm das Werk des Kirchenvaters Augustinus mit seiner Schrift, De civitate Dei (Vom Gottesstaat), zu sein. Augustinus trennt nun – wenigstens theoretisch – und unterscheidet den Gottes bzw. himmlischen Staat vom irdischen/staatlichen d.h. Römischen Reich – der civitas terrena. Über das Mittelalter und die Reformationszeit bis hin in die Neuzeit nahm Weber die interessierten Hörer mit. In einem weiteren Teil beschreibt er die säkulare Welt und überschreibt diesen Aspekt mit ‚Leben als sei kein Gott - Das Dunkel der Welt‘. Mit verschiedenen Beispielen beschrieb Weber die Säkularisierung der Welt in den verschiedenen Bereichen menschlichen Lebens, wie der Literatur und Kunst, der Ökonomie und der Politik. In weiteren Punkten führte er aus, wie konfessionell lutherische Kirche sich in einer säkularisierten Welt verhalten könne. Nach dem Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion an. Als der Kuchen gegessen und der Kaffee getrunken war, feierten wir in unserer Marienkirche zum Abschluss die Vesperandacht. Allen, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben, sei von Herzen gedankt.


50 Jahre im Ehrenamt: Ehepaar Tschirsch betreut seit 1970 die Rendantur -
Gemeindeversammlung will Überschüsse hälftig der Allgemeinen Kirchenkasse zuleiten
Mit einem Jubiläum und der Vorbereitung eines weiteren hat die St. Mariengemeinde am Sonntag, dem 1. März 2020, ihre Jahreshauptversammlung unter der Leitung von Pastor Markus Büttner abgehalten. Dem Ehepaar T. wurde für 50jährige Tätigkeit in der Rendantur gedankt. Seit 1970 betreuen Hannelore und Günter T. ehrenamtlich die Rendantur der Gemeinde. Auch den neuen Haushaltsplan 2020 haben die beiden ehrenamtlich erstellt. Er wurde einstimmig angenommen. Zudem beriet die Versammlung über eine zweite Pfarrstelle und Modalitäten des Abendmahls.
Danach sieht es für die Finanzen von St. Marien Zehlendorf gut aus – so gut, dass im vergangenen Jahr ein Überschuss entstanden ist. Deshalb nahm die Gemeindeversammlung bei zwei Gegenstimmen und vier Enthaltungen den Vorschlag von Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. an, die Hälfte des Überschusses von 2019, einmalig an die Allgemeine Kirchenkasse zu spenden, sobald die Mittel auf dem Konto zur Verfügung stehen.
Das andere Jubiläum bereitet die Gemeinde jetzt vor. 2023 wird die St. Marien-Kirche ein halbes Jahrhundert alt. Die Festzeit soll am 5. Februar 2023 mit dem Kirchweihfest an Septuagesimae beginnen und am Sonntag, dem 23. April (Misericordias Domini) desselben Jahres enden. Fünf Teams sollen zur Vorbereitung der Feierlichkeiten gebildet werden. Dafür werden noch Helfer benötigt. Pastor Büttner wies auf Listen hin, die ausgelegt würden, damit Gemeindeglieder sich dort eintragen könnten. Themengebiete sind Festgottesdienst & Festtage, Öffentlichkeitsarbeit, Kinder & Jugend, Kunst & Musik, Bau. Zum Jubiläum sollen auch Zehlendorfer Nachbarn und die Vertreter der weltlichen Gemeinde (wie die Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski) und andere Volksvertreter eingeladen werden.
Immer mehr Kirchgänger in Zehlendorf haben St. Marien zur sechstgrößten Gemeinde der SELK gemacht. Daraus erwuchs die Projektidee 50/50, die Pastor Büttner der Gemeindeversammlung vorstellte: eine zweite Pfarrstelle. Die Stelle soll zunächst für sieben Jahre ausgeschrieben werden. Der zweite Pfarrer würde demnach zur Hälfte in der St. Mariengemeinde und zur anderen Hälfte im Kirchenbezirk arbeiten. Schwerpunkt soll die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sein.
Die Gemeindeversammlung beschloss, dem Kirchenvorstand und dem Beirat des Kirchenbezirks Berlin-Brandenburg für die Beantragung einer zweiten Pfarrstelle für unsere Gemeinde zu danken. „Sie befürwortet diese und macht sich diese Anträge vom 23. Oktober 2019 bzw. 15. November 2019 und der Weiterleitung derselben am 23. Januar 2020 an die zuständigen Stellen zu eigen.“ Dabei solle das Projekt „laufend evaluiert werden, so dass über eine Modifikation, Verlängerung oder Streichung entschieden werden“ könne.
Um niemanden zu benachteiligen, wird die Anregung von Bischof Schöne zur Austeilungspraxis des Heiligen Abendmahls fortgeführt, wonach gebrechliche Gemeindeglieder die Gaben Leib und Blut des Herrn unter Brot und Wein zwischen dem ersten und zweiten Tisch empfangen können.
Für den Kindertreff und die Kinderbibeltage im Gemeindeleben, so gab Frau T. bekannt, würden immer noch Teamer gesucht, und nicht nur Frauen, wie sie betonte.
Auf Nachfrage, wann das Relief in der Kirche durch den Künstler Thomas Lucker fertig gestellt sei, wurde die Auskunft gegeben, dass nach heutigem Stand Ende des Jahres der Betonbalken im Kircheninnern neu gestaltet sei.


Kindertreff im Februar
Beim ersten Kindertreff in diesem Jahr wurde an die Kinderbibeltage 2019 angeknüpft und mit den Erlebnissen von Josef fortgefahren. Die Träume von Pharao beschäftigten uns, die mit den jüngeren Kindern mit Begeisterung und vielen Fragen besprochen wurden. Eine Klappkarte wurde erstellt, auf der beide Träume dargestellt waren. Die größeren Kinder sprachen gleichzeitig wieder über die 10 Gebote.
Anschließend haben fast alle Kinder zusammen Bügelperlenbilder mit verschiedenen Motiven auf den dazugehörenden Platten zusammengesteckt. Mit Freude und Eifer wollten sie möglichst viele Figuren fertigbekommen, sodass es beim Bügeln manchmal Wartezeiten gab.
Bei trockenem Wetter, sogar mit Sonnenschein, konnte noch im Garten „getobt“ werden, bevor das leckere Mittagessen mit köstlichem Nachtisch ausgeteilt wurde. Olga F. sei hierfür wiederum herzlich gedankt. Pastor Smith, der auch die Andachten hielt, hatte zum Schluss noch zwei Spiele parat, bei denen alle Kinder mit großer Begeisterung mitmachten.
So ging der Kindertreff mit fröhlichen Kindern, die gern noch geblieben wären, zu Ende. Ganz herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Beim nächsten Kindertreff am 16. Mai 2020 geht es mit den Josefsgeschichten weiter.