Rückblick


Viele Besucher beim Neujahrsempfang

Am Freitag, dem 23. Januar, fand der traditionelle Neujahrsempfang in St. Marien statt. Der Abend begann mit einer Andacht in der Kirche. Anschließend wurde im Gemeindesaal gefeiert. Bei kleinen Snacks, Sandwichtoasts und köstlichen Cocktails gab es Zeit füreinander, für Gespräche und natürlich für Musik und Tanz! Unser Gemeindeglied Sebastian Kuritke war als DJ des Abends dabei und sorgte sowohl für den richtigen „Beat“ als auch für die passende Beleuchtung. Einige unserer Jugendlichen halfen bei der Essens- und Getränkeausgabe mit. Jung und Alt haben bis spät abends getanzt, mitgesungen und in das neue Gemeindejahr hineingefeiert. Wir sind dankbar für diesen fröhlichen gemeinsamen Abend, für alle, die dabei gewesen sind (sogar aus Münster, Hannover, Sittensen und Lettland) und alle, die an diesem Abend mitgeholfen und uns unterstützt haben!

Ihr / eurer Orga-Team - Dorothea Schöne, Michaela Kuehn & Anni Lossin

(viele schöne Fotos befinden sich im neuen Pfarrbrief - greifen Sie am Büchertisch zu oder abbonieren Sie unseren Pfarrbrief gerne auch per Mail pfarrbrief@lutherisch.de)



Kirchweihfest mit Prof. Dr. Werner Klän

Am 8. Februar 2026 feierte die Evangelisch-Lutherische St. Mariengemeinde (SELK) ihr diesjähriges Kirchweihfest. In der Beichtandacht legte der Hauptpastor an St. Marien, Pfarrer Markus Büttner, das Bibelwort in Johannes 16,33 aus: „Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“. Im kirchenmusikalisch reich ausgestalteten Festgottesdienst in Form der Heiligen Messe der Evangelisch-Lutherischen Kirche spielte Annette Lossin Orgel und Piano und leitete den Projektchor. Auch der Posaunenchor von St. Marien wirkte mit Vorspielen und in der Choralbegleitung mit. Der Einladung zum Kirchweihfest war Prof. em. Dr. Werner Klän, Lübeck, gefolgt. Er predigte über das Bibelwort Jesaja 66,1-2. Drei Kernsätze gab er der Festgemeinde mit: „Gott ist da – auch ohne uns, Gott ist da – auch trotz und gegen uns, Gott ist da – wenn wir ihn brauchen: für uns.“

Im Anschluss an den Gottesdienst fand sich die Gemeinde zum Mittagessen zusammen, um dann gestärkt den Festvortrag in der Kirche zu hören: „Wer mich bekennt vor den Menschen …“ Christliches Bekennen in unserer Zeit und Welt – Herausforderungen. Zunächst führte Prof. Klän aus, dass Christenmenschen zum Zeugendienst für den Herrn vor der Welt gerufen sind. „Der Ernst christlichen Bekennens ergibt sich aus einer endzeitlichen Sichtweise. Was Christen „glauben, lehren und bekennen“, verantworten sie vor dem Richterstuhl Christi.“ In einem weiteren Punkt stellte er den Zuhörern die Herausforderungen vor Augen, vor der Christen, Gemeinden und die Kirche stehen: Säkularisierung, Postmoderne, das Zeugnis des Glaubens vor anderen Religionen, Konfessionen und dem Staat. Hieraus ableitend sind Schlussfolgerungen für und in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zu ziehen. Abschließend führte er Anwendungsbeispiele an. Es folgte eine angeregte Aussprache, bevor der Festtag mit Kaffee und Kuchen im festlich geschmückten Gemeinderaum zu Ende ging. HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. (Psalm 26,8)



Taizé-Andacht am 28. Februar: Alle Sorgen bei Gott abgeben

„Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Unter diesem tröstenden Bibelwort aus dem 1. Brief des Petrus im 5. Kapitel stand die Taizé-Andacht Ende Februar. Hat doch jeder von uns seine eigenen Sorgen. Und auch um uns herum und in der Welt sind Sorgen, Not und Leid spür- und sichtbar. Aber wir dürfen auf Gottes Wort vertrauen und sind in seinen Händen und in seinem Haus geborgen.

So gab die Taizé-Andacht Ruhe und Geborgenheit zum Stillwerden, um Gottes Trost und Heil zu spüren und um seinen Frieden zu erfahren. Singend, betend und innehaltend kamen wir an diesem Abend bei Kerzenschein zusammen.

Dazu laden wir auch wieder am Samstag, dem 21. November 2026, um 18.00 Uhr herzlich ein - Gott auf diese besonders ruhige und tröstende Weise zu begegnen - in Worten, im Gesang, in der Stille und im Gebet.



Rückblick auf die Gemeindeversammlung

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! Unter dieses Wort heiliger Schrift – der Jahreslosung für das laufende Jahr 2026 – stellte Pfarrer Markus Büttner seinen Gemeindebericht für die Jahreshauptgemeindeversammlung, die am 1. März im Anschluss an den Gottesdienst stattfand. Dort berichtete er über Veranstaltungen, Gottesdienste und das Gemeindeleben des vergangenen Jahres; er hob für das Jahr 2026 besondere Ereignisse für die Gemeinde hervor und benannte gesamtkirchliche Herausforderungen.

Bevor er jedoch seinen Bericht geben konnte, begrüßte er einige Eltern aus dem in der Trägerschaft der Gemeinde befindlichen Kindergarten St. Marien. Nachdem bekannt geworden war, dass dem Kindergarten nach 42 Jahren aus verschiedenen Gründen die Schließung droht, haben sich die Eltern für den Erhalt des Kindergartens ausgesprochen und ein Konzept entwickelt. Dieses Konzept konnte durch die Gremien der Gemeinde aufgrund der kurzfristigen Zusendung noch nicht gesichtet werden. Eine Elternsprecherin trug dieses Konzept der Gemeindeversammlung vor. Anschließend wurden die Eltern, die keine Gemeindeglieder sind, aus der Gemeindeversammlung verabschiedet. Nach Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit führte unser Kirchenvorsteher Oliver Sch. in die Probleme ein, die sich durch die Trägerschaft eines Kindergartens ergeben: Finanzen – es braucht eine Vollauslastung des Kindergartens mit 20 Kindern trotz rückläufigem Bedarf durch sinkende Geburtenrate; Personalprobleme - vor allem Klärung der Leitungsnachfolge aufgrund der Verrentung von Frau Barbara Z. im kommenden Jahr; letztlich das ehrenamtliche Gemeindeengagement zur Übernahme von verbindlichen Aufgaben, die sich durch die Trägerschaft eines Kindergartens ergeben - vor allem Kindergartenrendantur und Personalverantwortung. Deutlich kommuniziert wurde, dass das Pfarramt mit diesen Aufgaben, wie in der Vergangenheit, nicht länger belastet werden darf. Es schloss sich eine engagierte Debatte an mit dem Abstimmungsergebnis, dass die Gemeindeversammlung möchte, dass der Kindergarten erhalten bleibt.

Für weitere sechs Jahre wurde Tatiana L. in den Kirchenvorstand wiedergewählt. Wir wünschen ihr für diesen Dienst Gottes Segen und danken ihr für die Bereitschaft, verantwortlich für die Mariengemeinde in diesem Leitungsgremium mitzuarbeiten. Für die Kirchenbezirkssynode wurden gewählt: Thomas F. (Synodaler), Dennis L. (stellv. Synodaler), Oliver Sch. (Synodaler) und Andreas L. (stellv. Synodaler). Auch diesen für die Kirchenbezirkssynode Gewählten Gottes Segen für die Vertretung unserer Gemeinde in diesem Gremium. Als Kassenprüfer für die kommenden Jahre wurden Andreas J. und Andreas L. von der Gemeindeversammlung durch Wahl bestimmt.

Herr Tschirsch stellte den Jahresabschluss 2025 vor. Auf Antrag der Kassenprüfer erteilte die Gemeindeversammlung der Gemeinderendantur Entlastung.

Vor Verabschiedung des Haushaltsplanes 2026 debattierte die Gemeindeversammlung über einen Antrag des Kirchenvorstandes auf Einstellung der Kollektensammlung für die Dreieinigkeits-Gemeinde Steglitz, die seit über zehn Jahren nach jedem Gottesdienst für diesen Zweck gesammelt wurde. Nach Aussprache wurde mehrheitlich für
die Einstellung votiert.

Daraufhin wurde ein Kompromissvorschlag eingebracht. Seine Präambel lautet: „Der Mariengemeinde sind Mission und Diakonie – die Ausbreitung des Evangeliums in Wort und Tat als Lebensäußerungen der Kirche im In- und Ausland – ein bleibendes Anliegen, weil vom Herrn der Kirche Jesus Christus gewollt.“ Er sah vor, die Sammlung in der Kollektendose, die bisher ausschließlich für die Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz erbeten wurde, künftig für die Missionsarbeit unter Persern in Deutschland durch Kirchengemeinden der SELK zu erweitern. Die Spende soll zweckgebunden an die Lutherische Kirchenmission (LKM) weitergeleitet werden.

Nach lebhafter Debatte wurde dieser Antrag dahin modifiziert, dass man, statt wie bisher sonntäglich mehrere Kollektendosen für verschiedene gute Zwecke zur Wahl zu stellen, nach jedem Gottesdienst nur noch für einen einzigen Zweck sammeln und zugleich die Kollekte für die SELK-weite Mission unter Persern und Afghanen einmal jährlich erbitten wolle. Mit diesen Modifikationen wurde der Antrag mit großer Mehrheit beschlossen.

Informiert wurde die Gemeindeversammlung durch Oliver Sch. über die anstehende Sanierung und Erweiterung der Orgel sowie durch unseren Kirchenvorsteher Manfred W. über den Einbau einer neuen Anlage zur Heizung und Klimatisierung der Kirche. Eine kurze Information über die zweite Pfarrstelle von St. Marien schloss sich an. Gegen 15.00 Uhr schloss Pfarrer Markus Büttner die Gemeindeversammlung mit Vaterunser und Segen.



55 Jahre Dienst als Kirchenvorsteher:
Günter T. auf der Gemeindeversammlung verabschiedet

Im Rahmen der Gemeindeversammlung ist unser Kirchenvorsteher Günter T. nach 55 Jahren aus seinem Amt als Kirchenvorsteher verabschiedet worden. Mit großer Treue und Liebe hat er im Kirchenvorstand der St. Mariengemeinde mitgearbeitet. Er hatte sich entschieden, nicht erneut als Kirchenvorsteher zu kandieren, da er gegen Ende er erneuten Amtszeit 90 Jahre alt wäre. Damit geht eine Ära in unserem Kirchenvorstand zu Ende. Für den Einsatz über so viele Jahrzehnte zeigte sich die Gemeinde mit Pfarrer Markus Büttner sehr dankbar.

Günter T. kann auf verschiedene Pfarrer als Vorsitzende des Kirchenvorstandes zurückblicken: Dr. Jobst Schöne, Günther Kuhlmann, Dr. Gottfried Martens, Christoph Schulze und Markus Büttner. Mit Rat und Tat stand er über fünf Jahrzehnte Pfarrern und Gemeinde im Vorstand zur Verfügung. Pfarrer Büttner überreichte Herrn T. neben einer von Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover) und ihm unterzeichneten Anerkennungsurkunde für Ehrenamtliche in unserer Kirche, als Dank einen Geschenkkorb mit einem kleinen Reisekoffer, der etwas Reisegeld für eine geplante größere Reise anlässlich der Diamantenen Hochzeit in diesem Jahr enthält. Ebenso wird der Kirchenvorstand Herrn T. besuchen, um mit ihm und seiner Frau auf der Terrasse eine gute Zeit zu verbringen. „Keine Sorge: Wir bringen alles mit, räumen hinterher auf und nehmen alles Übriggebliebene wieder mit. Einen Termin dazu stimmen wir noch gemeinsam ab.“, so Pfarrer Büttner abschließend.

Die Gemeindeversammlung dankte Herrn T. mit anhaltendem Applaus für seine langjährige Tätigkeit.