Rückblick



Festwochenende zum 1. Advent
Wir hatten am Wochenende zum 1. Advent gleich mehrfach zu feiern. Am 30. November öffneten sich am frühen Nachmittag die Tore von „Allerlei zum Advent“, wo ein „Cookie-Walk“ zum Kauf von selbstgebackenen Keksen eingeladen hat und Adventsgestecke angeboten wurden. Aber auch eine gemütliche Kaffeestube mit vielen selbstgebackenen Leckereien sowie herzhaften Köstlichkeiten wartete auf die Besucher. Am späteren Nachmittag wurde aus dem selbst zusammengestellten Advents- und Weihnachtsheft „St. Marien singt“ kräftig unter der Pianobegleitung von Annette L. gesungen. Das adventlich-weihnachtliche Singen bildete den Abschluss von „Allerlei zum Advent“, das vom Veranstaltungsteam der Mariengemeinde wieder liebevoll geplant und durchgeführt wurde. Vielen Dank allen, die bei der Planung und Durchführung mitgewirkt haben.
Die Feierlichkeiten wurden dann mit einem Festgottesdienst in der Marienkirche fortgesetzt. Denn am 30. November, dem Gedenktag des Apostels St. Andreas, wurde Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. vor 60 Jahren in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde „Zum Heiligen Kreuz“ (SELK) in Berlin-Wilmersdorf durch Kirchenrat Lic. Matthias Schulz zum Amt der Kirche ordiniert. Der 88-jährige Jubilar predigte selbst und fungierte sowohl als Liturg als auch als Zelebrant. Das Gedächtnis der Ordination nahm unser Gemeindepastor, Pfarrer Markus Büttner, vor. Die Festgemeinde war nach dem Abendmahlsgottesdienst zum Empfang eingeladen.
Während des Empfangs sprach Kirchenrat Florian Wonneberg, selbst Gemeindeglied unserer St. Mariengemeinde, ein Grußwort namens der Kirchenleitung und überbrachte die herzlichsten Segenswünsche des leitenden Gremiums unserer lutherischen Kirche. Hierbei dankte er Bischof Schöne für seinen Dienst und überreichte seiner Frau Ingrid Blumen als Dank.
Unser Pfarrer Markus Büttner stellte sein Grußwort unter das Wort aus der Bibel (Psalm 26,8): Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt. „Im Gottesdienst schlägt ihr Herz!“. Bischof i.R. Schöne nimmt bis heute trotz seines Alters Vertretungsgottesdienste nicht nur in unserer St. Mariengemeinde, sondern auch in anderen Kirchengemeinden der SELK in Berlin und Potsdam sehr regelmäßig wahr. Auch werde sein Rat als Seelsorger und Ansprechpartner nach wie vor gern in Anspruch genommen.
„Das machen Sie, weil Jesus Christus Sie in den Dienst genommen hat, gesegnet, geordnet und gesandt eben das zu tun, was Arbeiter im Weinberg Gottes zu tun aufgetragen ist.“ – so sein Gemeindepfarrer. Er verwies auf die unterschiedlichen Funktonen, die Bischof i.R. Schöne während seiner aktiven Zeit inne hatte; Gemeindepfarrer unserer Mariengemeinde, Superintendent des Kirchenbezirks Berlin-West und dann Bischof der SELK. „Gott sei Dank dafür! Ihnen sei gedankt für diesen Dienst, aber auch Ihrer lieben Frau Ingrid, die bis heute an Ihrer Seite diesen Dienst mitträgt. Der Dank gilt aber auch den Kindern, Oliver, Agnes und Dorothea, die ihren Vater mit der Gemeinde und Kirche geteilt haben.“
Mit einem Augenzwinkern schloss unser Pastor sein Grußwort: „60 Jahre Ordination heißt, dass Sie frühestens in 3 Jahren in den Frühruhestand gehen dürfen. Denn nach Ordnung unserer Kirche ist der Frühruhestand erst mit 63 Jahren möglich … ich weiß es sind Lebens und nicht Dienstjahre. Wir möchten zum Ausdruck bringen, dass wir Ihren Dienst, den Sie unter uns bis auf den heutigen Tag tun, sehr gern annehmen ... Der Dreieinige Gott segne Sie weiterhin, er schenke Ihnen Kraft und Gesundheit, Liebe und Hoffnung. ER geleite Sie durch diese Zeit zu sich in seine ewige Herrlichkeit ... letzteres möge noch nicht so schnell eintreten.“ Anschließend übergab er dem Jubilar und seiner Frau ein Geschenk seiner Mariengemeinde, ein Wochenende in Tangermünde, sowie Blumen für Frau Schöne.
„Ich freue mich und bin dankbar in dieser Gemeinde zu sein!“, so Schöne in seiner Dankesrede. Er sei überrascht, dass so viele gekommen seien, um mit ihm diesen Tag zu begehen.
Am folgenden 1. Adventssonntag feierten wir mit einem Festgottesdienst den Beginn des neuen Kirchenjahres. Anschließend blieben die Gottesdienstbesucher noch zum adventlichen Mittagessen und gemeinsamen Singen zusammen. Es war ein erlebnisreiches und schönes Wochenende. Allen, die bei den verschiedenen Veranstaltungen mitgewirkt haben, sei ganz herzlich gedankt!


Bischof Einars Alpe mit Pröpsten zu Gast in St. Marien
Mit seinen Pröpsten und deren Ehefrauen war Bischof Einars Alpe von der Diözese Daugavpils (deutsch: Dünaburg) der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands zu Besuch in unserem Gästehaus. Am Montag, dem 9. Dezember 2019, kam es mit einigen Gemeindegliedern, Bischof i.R. Dr. Jobst Schöne D.D. und Pfarrer Markus Büttner zu einer Begegnung mit der lettischen Delegation.
Bischof Alpe berichtete aus seiner Diözese und den Herausforderungen vor die er, seine Pröpste, die Kirchengemeinden mit ihren Pfarrern gestellt sind. Die Diözese Daugavpils liegt im Vier-Länder-Eck zwischen Russland, Weißrussland, Litauen, Estland. Geprägt ist diese Diözese von der Diaspora. Evangelisch-Lutherische Christen sind dort in der Minderheit. Russisch-orthodoxe und römisch-katholische Christen sowie Konfessionslose stellen die deutliche Mehrheit. Gleichfalls ist die Gegend dort nur wenig besiedelt. Menschen verlassen die ländlichen Regionen und siedeln in die größeren Städte über. Problematisch ist auch die geistliche Versorgung der Landgemeinden, da es an Pfarrern fehlt. Die verbliebenen Pfarrer versorgen daher meist mehrere Kirchgemeinden. Auch Bischof Alpe hat eine Vakanz übernommen.
Die Pröpste üben ihr leitendes geistliche Amt im Nebenamt aus, betreuen somit auch selbst mehrere Kirchengemeinden. Auf Nachfrage erklärte einer der Pröpste, dass die größte Herausforderung die Weitergabe des Evangeliums sei. Anschließend berichteten die Glieder der Mariengemeinde über unsere Kirche und Gemeinde. Der Abend ging mit einer Kirchenführung durch die Marienkirche und einer kleinen Andacht, die Pfarrer Markus Büttner gehalten hat, zu Ende.
Die Diözese Daugavpils gehört zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, mit der die SELK partnerschaftlich verbunden ist. Zu dieser Diözese gehören fünf Propsteien, mit je einem Propst als leitenden Geistlichen an der Spitze.


Rückblick auf das Krippen(musical)spiel
Wochenlang haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unserer St. Mariengemeinde für das Krippenspiel geprobt, geübt und gesungen. Am 24. Dezember zur Krippenspielandacht war es dann soweit. Die uralte, aber doch stets aktuelle Begebenheit von der Geburt unseres Erlösers Jesus Christus, wurde den Gottesdienstbesuchern vor Augen geführt und ins Ohr gesungen. Das Krippenspiel selbst war durch alte und neue Weihnachtslieder in verschiedene Abschnitte unterteilt. Das besondere war, dass die Weihnachtsgeschichte auch aus der Sicht der Tiere erzählt wurde und sie sich zunächst ablehnend gegenüber den neugeborenen Heiland Jesus Christus verhielten, wie auch die Menschen in Bethlehem. Auch sie wollten Jesus nicht in ihrem Stall eine Herberge geben. In diesen Aussagen können sich manche wiederfinden, die sich dem Kind in der Krippe gegenüber ablehnend skeptisch verhalten. Aber auch die Tiere werden durch die Geschehnisse der Weihnacht hineingenommen und erkennen den Erlöser der Welt in diesem Kind in der Krippe. Allen, die bei den Proben und der Aufführung auf vielfältige Weise mitgewirkt haben, sei herzlich gedankt: für die Gesamtkoordination, Textgestaltung, musikalische Ausgestaltung, Gesamtbetreuung, Kulissen, Kostüme, Mithilfe in der Küche, dem Mittagessen für die große Schar, dem Sprechtraining und dem Souffleur.